Krankenhaus der Barmherzigen Brüder starten ERAS® (Enhanced Recovery After Surgery) Nach Operationen schneller zurück in den Alltag Salzburg, 18. Mai 2026. ERAS® basiert auf wissenschaftlich fundierten Maßnahmen, die im Rahmen chirurgischer Eingriffe ineinandergreifen. Dazu zählen unter anderem eine gezielte PatientInnen-Vorbereitung, optimierte Schmerztherapie, frühe postoperative Mobilisation und Nahrungsaufnahme sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen einem gut eingespielten Team aus Chirurgie, Anästhesie, Physiotherapie, Diätologie und klinischer Psychologie. Eine zentrale Rolle übernehmen dabei speziell ausgebildeten ERAS®-Nurses, die den Behandlungsprozess koordinieren und als Schnittstelle zwischen den einzelnen Bereichen fungieren. „Die intensive Begleitung durch unsere ERAS®-Nurses ist ein wesentlicher Bestandteil des Programms. Sie stehen den Patientinnen und Patienten aufklärend und motivierend zur Seite. Außerdem helfen sie dabei, Sicherheit und Orientierung während des gesamten Aufenthalts zu geben“, sagt Direktor Arno Buchacher, Gesamtleiter der Barmherzigen Brüder Salzburg. „Mit der Etablierung von ERAS® setzen wir neue Maßstäbe in der patientInnenorientierten Medizin. Dank ganzheitlicher Betreuung vor, während und nach der Operation erfolgt eine raschere Erholung, sodass man schneller in den Alltag zurückfinden kann.“ International bewährtes Konzept Die ERAS®-Leitlinien werden bereits seit mehreren Jahren erfolgreich in internationalen Kliniken eingesetzt und gelten als wichtiger Bestandteil moderner perioperativer Medizin. Mit der Einführung stärken die Barmherzigen Brüder Salzburg ihr Angebot im Bereich innovativer PatientInnenversorgung. „Viele Menschen wissen nicht, dass man den Heilungsverlauf schon vor einer Operation positiv beeinflussen kann. Studien zeigen jedoch, dass Patientinnen und Patienten deutlich profitieren, wenn bereits im Vorfeld therapeutische Maßnahmen ergriffen werden und sie aktiv in den Behandlungsverlauf eingebunden werden“, erklärt Oberarzt und Anästhesist Dr. Franz Oberacher, Projektleiter des ERAS®-Programms. „Die einzelnen Maßnahmen des Programms an sich sind nicht neu, aber haben gebündelt und konsequent während des Behandlungsverlaufes umgesetzt ein enormes Potential – sowohl aus individueller PatientInnensicht als auch aus gesundheitsökonomischer Sicht. In ihrer Gesamtheit umgesetzt helfen sie dabei, Komplikationen zu reduzieren, die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus zu verkürzen, die Genesung zu beschleunigen und damit auch Kosten im Gesundheitssystem zu sparen.“ Auf dem Weg zur Zertifizierung Für Transparenz und zur Qualitätskontrolle im Umsetzungsprozess sorgt ein elektronisches Audit System, das das schwedische Health-Tech-Unternehmen ENCARE zur Verfügung stellt. Darin werden alle durchgeführten Maßnahmen für eine umfangreiche Evaluation dokumentiert. Eine offizielle Zertifizierung durch ENCARE wird im 4. Quartal 26 angestrebt – dazu muss ein Kriterienkatalog erfüllt werden. „Wir möchten die Einführungsphase insbesondere dazu nutzen, unsere Abläufe zu harmonisieren und mögliche Schwachstellen zu identifizieren, um für unsere Patientinnen und Patienten das bestmögliche Ergebnis zu erzielen“, so Oberacher. „Das gesamte Team ist bestens vorbereitet und freut sich auf den Start. Ich bin zuversichtlich, dass wir schon bald von ersten positiven Rückmeldungen berichten können.“