Steckdose Nr. 265 setzt Meilenstein in elektrischer Sicherheit Vor 100 Jahren bei Gira Ende Juni 1926 stellte das Unternehmen – seinerzeit noch unter dem Namen Elektrotechnische Industrie Gustav Giersiepen – die Neuentwicklung aus Porzellan vor, die zugleich das Problem eines unzureichenden Steckerkontakts löste. Dank federnder Steckerkontakte sorgte die Neuentwicklung für einen dauerhaft sicheren Kontakt zwischen Stecker und Steckdose. Denn im Gegensatz zu den herkömmlichen Varianten mit massiven Steckerbüchsen sorgte die Innovation für einen festen und sicheren Kontakt zwischen Stecker und Steckdose. „Dadurch setzte die Steckdose Nr. 265 damals für viele Jahre einen neuen Qualitäts- und Sicherheitsstandard im Markt“, erklärt Alfred Mölzer, Geschäftsführer Gira Austria. Vorbild für eine neue Steckdosen-Generation Damit markiert die Steckdose Nr. 265 einen wichtigen Meilenstein in der Firmen- und Produktgeschichte von Gira. „Das Produkt bringt im Unternehmen den Absatz von Steckdosen ins Rollen“, sagt die Historikerin Julia Kneiphoff-Nünnerich, die seit 2019 das Gira Unternehmensarchiv verantwortet. „Mit der Steckdose Nr. 265 beginnt Gira, neben Schaltern auch seine Steckdosen aktiv zu vermarkten." Tatsächlich wurde die Steckdose Nr. 265 nicht nur aufgrund ihrer verbesserten Federkontakte zum Vorbild für eine neue Steckdosen-Generation. Darüber hinaus überzeugte sie durch ihre ungewöhnlich kompakte Bauform. Überdies galten in den 1920er-Jahren Porzellansteckdosen schlechthin als Qualitätsmerkmal moderner Elektroinstallation, da der Werkstoff langlebig, hitzebeständig, elektrisch isolierend und besonders robust war – ideale Eigenschaften für die vor 100 Jahren noch relativ junge Welt der Elektrizität.