Ein Jahr Palliativkonsiliardienst am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Salzburg Ganzheitliche Betreuung von Patientinnen und Patienten in der letzten Lebensphase Salzburg, 01. Oktober 2026. Seit einem Jahr bietet das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Salzburg einen Palliativkonsiliardienst (PKD) für Patientinnen und Patienten des Krankenhauses mit weit fortgeschrittenen, unheilbaren Erkrankungen. Auch die Zu- und Angehörigen der Betroffenen sowie alle betreuenden Behandlungsteams im Haus können diesen Dienst in Anspruch nehmen. In Arztgesprächen mit Patientinnen und Patienten und ihren Zu- und Angehörigen wird auf das Angebot des PKD hingewiesen, bei Interesse nehmen die Kolleginnen des Palliativkonsiliardienstes dann Kontakt mit den Betroffenen auf und organisieren ggf. nötige weitere Schritte. In einem Jahr wurden bereits über 180 Patientinnen und Patienten betreut und 620 Konsile (fachliche Beratungen von Patientinnen und Patienten, Zu- und Angehörigen und Behandlungsteams) durchgeführt. „Unser Palliativkonsiliardienst hilft betroffenen Patientinnen und Patienten ihren letzten Lebensabschnitt – entsprechend den Werten und Behandlungsgrundsätzen der Barmherzigen Brüder, die auf dem Vorbild des Hl. Johannes von Gott fußen – in Würde und möglichst selbstbestimmt zu gehen“, erläutert Dr. Ursula-Maria Fürst, Leiterin des Palliativkonsiliardienstes. „Denn gerade, wenn medizinisch keine Heilung mehr möglich ist, gibt es noch eine Fülle von Palliative-Care-Angeboten.“ Ganzheitliche Unterstützung für Betroffene und Behandlungsteams Der PKD arbeitet interprofessionell und versteht sich als ergänzende Fachstelle für alle Stationen und Bereiche des Krankenhauses. Das Team berät zu medizinischen, pflegerischen und psychologischen Fragestellungen und hilft insbesondere bei der Behandlung belastender Symptome wie Schmerzen, Übelkeit und Atemnot. Darüber hinaus unterstützt der Dienst bei der vorausschauenden Planung (Advance Care Planning) – etwa im Rahmen von Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Entsprechend den Wünschen der Betroffenen wird auch die Weiterbetreuung zu Hause mit Unterstützung eines mobilen Palliativdienstes, in einer Palliativstation, im Tageshospiz oder dem Raphael Hospiz Salzburg (in der Trägerschaft der Barmherzigen Brüder) vorbereitet.   Umfassende Beratung und Begleitung Ein wichtiger Bestandteil ist die palliativpsychologische Betreuung, die eine gezielte Unterstützung bei psychischen Belastungen wie Angst, Trauer, Schuldgefühlen oder depressiven Symptomen bietet. Ebenso begleitet das Team Zu- und Angehörige in Trauersituationen und hilft bei der Verarbeitung von Krisen oder ungelösten familiären Themen. Als PKD an einem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder sehen sich die Expertinnen in besonderer Weise der Wahrnehmung spiritueller Bedürfnisse verpflichtet. Der PKD arbeitet auf der Basis des christlichen Menschenbildes und eng mit den Glaubensgemeinschaften vor Ort zusammen. „Dass der Palliativkonsiliardienst sowohl von Patientinnen und Patienten und Zu- und Angehörigen, wie auch den internen Teams so gut angenommen wird, zeigt, wie wichtig und richtig die Einführung dieses Angebots an unserem Haus war“, so Direktor Arno Buchacher, Gesamtleiter der Barmherzigen Brüder Salzburg.