Innovation Hub am Krankenhaus der Barmherzige Brüder Salzburg treibt digitale Transformation voran Praxistests für digitale Lösungen im Krankenhausalltag Salzburg, 27. Oktober 2026. Der Innovation Hub der Barmherzigen Brüder Salzburg ist die interdisziplinäre Anlaufstelle für digitale Transformation und Innovation. Die frühzeitige Pilotierung von neuen Technologien und klare Anwendungsempfehlungen sind zentrale Aufgaben des Innovation Hub. „Fragen der Akzeptanz durch die Mitarbeitenden und Patient:innen, zur tatsächlichen Entlastung im Arbeitsalltag und zur Integration in bestehende Prozesse und IT-Strukturen können wir hier prüfen – bevor größere Implementierungs- oder Investitionsentscheidungen getroffen werden“, erläutert Simone Seymer, Projektleiterin des Innovation Hub. Digitale Lösungen mit konkretem Nutzen Das siebenköpfige interdisziplinäre Projekt-Team – von Medizin und Pflege bis hin zu Med-IT, Pflegeinformatik und medizinischem Sekretariat – bringt im Hub seine Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Krankenhausbetriebs ein. Unterstützt wird es dabei von der gesamten Hausleitung sowie dem Betriebsrat. Zudem steht es im engen Austausch mit Kolleg:innen der Provinzverwaltung, aus anderen Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen sowie externen Expert:innen. „Die breite Verankerung des Themas ist eine wichtige Voraussetzung dafür, Digitalisierung nicht als isolierte IT-Fragestellung, sondern als gemeinsame Aufgabe der Organisation zu verstehen“, so Direktor Arno Buchacher, Gesamtleiter Barmherzige Brüder Salzburg. „Damit stellen wir auch sicher, dass digitale Lösungen dort eingesetzt werden, wo sie einen konkreten Nutzen haben“, so Buchacher weiter.    Safety first Aktuell beschäftigt sich der Innovation Hub mit unterschiedlichsten Themen – von KI-gestützter Informationsaufbereitung in der Verwaltung über automatisierte Dienstplanung bis hin zu digitalen Angeboten für Patient:innen und dem Aufbau digitaler Forschungsinfrastruktur. Ein großes Augenmerk gilt dabei stets der Sicherheit – Pilotierungen werden nur in abgeschlossenen, gesicherten Rahmen durchgeführt. „Der Bereich der Patientendaten und medizinischen Entscheidungsfindung ist ein hochsensibler und bedarf besonderer Vorsicht. Gerade deswegen ist es wichtig mögliche neue Tools und Lösungen vorab, in gesicherten Settings, ausgiebig testen und prüfen zu können“, so Buchacher. Aus diesem Grund wird beispielsweise KI im Moment auch nur in der Verwaltung und in gesichertem Rahmen eingesetzt – ohne Zugriff auf Patientendaten und ohne eigenständige Entscheidungskompetenz bei der Diagnostik oder Behandlung von Patient:innen. Strategie für weitere Digitalisierung Der nächste, zentrale Schritt des Innovation Hub ist die Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie für das Krankenhaus Barmherzige Brüder Salzburg. Die Strategieempfehlung stellt zwar den formalen Abschluss des geförderten Innovation-Hub-Projekts dar, die Arbeit des Hub soll jedoch darüber hinaus fortgeführt werden. „Wir sehen, wie wichtig es ist, auch zukünftig einen Rahmen zu haben, in dem Ideen fundiert beurteilt und praktisch getestet werden können – damit aus einer guten Idee dann möglicherweise eine gute Investition wird“, erklärt Seymer.   * Das Projekt wird, neben weiteren aus dem Gesundheitswesen, im Rahmen des Fördercalls „Digitalisierung im Gesundheitswesen“ des Landes Salzburg – Abteilung 9, Krankenanstalten und Gesundheitswesen – mit rund 90.000 € gefördert. 60 % des Gesamtbudgets von 240.000 € werden vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Salzburg getragen.